dazwischen
Donnerstag, 14. September 2017

löschen löschen löschen, und?

habe facebook jetzt wieder gelöscht, ich ertrage die oberfläche nicht. gestern fragte mich wer, was ich glaube, ob das internet kollektive massenpsychosen verhindern könnte in zukunft. ob faschismus unmöglich wird, ob in der türkei und china deswegen zensiert wird, weil die freiheit der vernetzung mittel ist um diktaturen zu verhindern.

ich weiß ja nix. und wenn ich mir mal facebook so ansehen, dann sehe ich das gegenteil von radikaler ehrlichkeit. ich sehe spiegel in die sich leute schauen. der coole ironiker, der emotionale wutbinkel, die unpolitische schöne, die lustige witzfigur. erschaffen für die wirkung.

das gefällt mir aber nicht. weil ich glaube, und zwar nicht, weil es das einzige ist was ich kann, sondern weil es das einzige ist das ich interessant finde, dass die radikale ehrlichkeit mit sich selbst und der welt die zukunft besser machen könnt. ich finde es nicht egozentrisch sich mit sich selbst zu beschäftigen, ich finde es bedeutend mehr egozentriert wenn man auf die außenwirkung bedacht ist.

es fehlen die vielen ebenen im netz, die körpersprache bekanntlich etc. aber mit ehrlichkeit kann es gelingen eine persönlichkeit zu sein die eine eigene sprache hat, und durch die die persona durchschimmert. solange diese aber in selbstbetrachtung durch die augen der anderen erstarrt, wird sie neid produzieren, der nicht bloß eine todsünde sondern viel wichtiger ein unglücklichkeitsmotor ist. unzufriedene menschen sind manipulierbarer als in sich ruhende. wir im westen zb haben fast alles was wir brauchen. solange ich aber in meiner eigenen perspektive gefangen bin, nehme ich nur die oberfläche wahr. einmal habe ich auf der uni einen raum entworfen mit einem runden tisch in der mitte, und hinter jedem sessel ein schmales fenster. dort sollten die mächtigen sprechen während sich der raum langsam dreht. damit sie öfter sehen, wie der hintergrund des gegenübers eigentlich aussieht. hab ich eh schon erzählt. banal außerdem. egal.

dazu muss man sich aber zwangsläufig mit seinem eigenen inneren beschäftigt haben zuvor. das bild aufdröseln, den schatten den man wirft analysieren. sonst verwurschteln sich die passpartouts und es wird eine mischung mit brisantem inhalt. gegen diesen explosiven stoff aus neid, unzufriedenheit, angst und verlustsorgen, nachbars kirschen, prüderie, falschem stolz und kurzfristiger belohnung des suchtzentrums hilft es ...

und jetzt fällt mir nix mehr ein. was ich nicht schon tausendmal gesagt hätte, whatever.

meine sensiblitäten sind auch keine kleinen, wos waas i...

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