Dazwischen
Samstag, 12. Januar 2019

Was guckst Du so?

Irgendwie dachte ich, aufzuwachen fühlte sich glitzernd an, mit Sonnenschein und grünen Bäumen, bunten Tulpen am Tisch und einer Laune die der Euphorie nahe wäre.

Nein.

Ich könnte weinen, und heule auch. Ein zärtliches Gefühl für die Wirklichkeit flutet mein Herz, das gleichzeitig den Schmerz den ich anderen zugefügt habe nicht wegschiebt.

Vier Menschen, T und R, R und M. Denen habe ich - schriftlich - wirklich weh getan. Es gibt keine Ausflucht, auch dass ich nicht Frau meiner Sinne war gälte nur juristisch, nicht menschlich.

Ich habe oft versucht den Schmerz rechtzufertigen mit mir angetanem Unrecht, aber das funktioniert nun so auch nicht ganz.

Kulminiert alles und ich wundere mich wieso jetzt, wieso an diesem Punkt aber beschweren will ich mich nicht. Ein seltsames Gefühl, schwach und verletzlich fühle ich mich, klein und zart, trotz zu vieler Kilos. Draußen dämmert ein Tag zwar kalt aber bergauf weisend, ich bin unschlüssig ob das Pathos mir egal wird oder ich in die Kurzform wechsle, ich weiß einfach nicht, was ich mit den Fragen anfangen soll, die mir gestellt wurden. Entweder daran arbeiten oder sie mit Würde zurückweisen.

Den vier Opfern meiner Texte wünsche ich Glück auf, ich hab einst, ungefähr zur nämlichen Zeit auch Insekten gezeichnet und manches übersteht die Tabula rasa Anfälle irgendwie. Angst hab ich, heute meine Mutter gesehen - wie schön ist ist, und mein Vater hat schlechte Laune aber ich habe nicht das Gefühl daran Schuld zu sein, sondern leide mit und nehme wahr. Der A ist sowieso der Coolste und der O macht mich so froh, letztens am Weg zum Kindergarten bewunderten wir die viele Krähen in den kahlen Bäumen und dann wollt er unbedingt den dicksten Baum schütteln dass sie runterfallen. Hat mich sehr amüsiert. Den Krähen hat es kein müdes lächeln entlockt, aber weggescheucht hat er sie auch nicht damit. 'Kletter rauf Mama!' Ja sicher, Sohn.

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