Dazwischen
Mittwoch, 10. Juli 2019

graustufen

Ganz müde Augen, Blasen am Daumen, Mascherln auf den Schuhen und Zuversicht im Herzen. Man wird sehen, wohin das gehen kann. Wie weit es laufen wird, wie lange es durchhalten kann, eines Tages.

So müde, Gähnen um Gähnen drängt mir die Tränen die Backen hinunter. Vielleicht könnt ich schlafen gehen, aber das Video, das ich in Teilen gerade sah, hat mich berührt, ich sah O und mich selbst in einer kleinen Eisbärenfamilie gespiegelt, mir scheint, das Prinzip der Mutterliebe ist universell und nicht dem Menschen allein vorbehalten. Das ist mehr als Instinkt, das sind echte und wahre Gefühle.

Und darum weiß ich, dass Liebe unendlich ist, immer weiter geht und weiter bis ans Ende und darüber hinaus. Dass das Falsche und Schlechte nie siegen wird können, denn es kann sich ja nicht selbst erneuern, wie wir wissen, es zehrt nur vom Schönen und Guten. Und ja, es ist schon klar, das Leben ist nicht schwarz und weiß. Aber das Schöne und Gute dass ich meine, ist eben die Erkenntnis dass jeder mehr ist als die Summe seiner Teile, mehr als der Abgrund an dem er stünde, mehr als seine Erfolge und Eitelkeiten, er ist die unsterbliche Existenz der Möglichkeit zur Liebe. Eben dieses.

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